Nissans Ecke für Zitate und Anmerkungen

Nissan Ratzlav-Katz


Es gibt erstaunliche Dinge, die man findet, wenn man sie finden will. Diese erstaunlichen Dinge widersprechen dem, was als gängige Ansichten zum Nahost-Konflikt vorzufinden sind. In dieser Rubrik sollen diese Erstaunlichkeiten ein wenig beleuchtet werden.


Inhalt:
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  1. Ein palästinensischer Staat (Original: Quotes and Notes Corner 1: A Palestinian State, 27.06.2008)
-   2. Die Brunnen vergiften (Original: Quotes and Notes Corner: Poisoning the Wells, 04.07.2008)
-   3. Der Nazi Nasrallah (Original: Quotes and Notes Corner: The Nazi Nasrallah, 24.07.2008)
-   4. Peace Now und Hetze (Original: Peace Now and Incitement, 31.08.2008)
-   5. Zwei und Zwei zusammenrechnen (Original: Putting Two and Two Together, 14.09.2008)
-   6. Mickey Maus bald Mitglied von Al-Qaida? (Original: Mickey Mouse to Join Al-Qaeda?, 21.09.2008)
-   7. Hat Sternhell einen Anschlag inspiriert? (Original: Did Sternhell Inspire an Attack?, 26.09.2008)
-   8. Das Mumbai-Massaker und der Modus Operandi der Fatah (Original: Mumbai Massacre & the Fatah MO, 02.12.008)
-   9. Die alte Dame bei die um die Ecke (Original: The Old Lady Down the Block, 15.12.2008)
- 10. Gaddhafis Araber (Original: Kaddafi's Arabs, 28.12.2008)
- 11. Palästina 2009 (Original: Palestine 2009, 01.01.2009)
- 12. „Stirb oder nimm den Islam an“ (Original: 'Die or Embrace Islam', 13.01.2009)
- 13. Mit dem Islam im Krieg? (Teil 1) (Original: At War with Islam? - Part I, 28.01.2009)
- 14. Mit dem Islam im Krieg? (Teil 2) (Original: At War with Islam? - Part II, 28.01.2009)
- 15. Eine Nation, die Blut trinkt (Original: A Nation That Drinks Blood, 06.04.2009



Ein palästinensischer Staat

Willkommen, Blogosphären-Süchtige. Hier ist die Ecke für Zitate und Anmerkungen. Ich werde diesen Ort nutzen, um interessante Historisches und Gegenwärtiges zu präsentieren, damit Sie es sich abspeichern können. Ich hoffe, meine Freunde von den Nachrichten-Junkies, von Geschichts-Fans oder intellektuellen Kämpfern auf der Suche nach tödlicher Munition Wert geschätzt wird.

In ersten Zitate und Anmerkungen möchte ich aus der offiziellen Fatah-Internetseite zitieren. Ja, heutzutage müssen auch die ganzen besten Terrorgruppen eine Website haben. Wäre Arafat immer noch am Leben, hätte er einen Facebook-Eintrag und ein Video auf MySpace („Ruft hinaus, zu allen Jihadiiiiiiiis! Was steht an?“)

Jedenfalls veröffentlichte die Fata im Dezember 2001 ein Editorial anlässlich des 37. Jahrestages ihres ersten Terroranschlags (am 1. Januar behauptete die Gruppe einen Anschlag im Dezember durchgeführt zu haben). Die Fatah wurde nach Angaben des Editorials „1957 gegründet, als sie ihre erste Erklärung ausgab, die den militärischen Kampf forderte. In der Zeit von 1959 bis 1964 veröffentlichte die Fatah ein Magazin namens Unser Palästina. Acht Jahre des Organisierens, Rekrutierens und dem Aufmerksam machen gingen der ersten militärischen Operation voraus. Der militärische Arm der Fatah veröffentlichte sein erstes Statement am 1. Januar 1965.“

Da Judäa und Samaria (die „Westbank“) von 1957 bis 1967 unter jordanischer Herrschaft und der Gazastreifen unter ägyptischer Herrschaft standen, und da die Fatah von 2008 einen palästinensischen Staat (nur) in Judäa, Samaria und dem Gazastreifen zu beanspruchen behauptet, wäre es doch nur fair anzunehmen, dass die „erste militärische Operation“ der Fatah gegen Ägypten oder Jordanien gerichtet war.

PLO-Charta lehnt PLO-Anspruch auf Westbank und Gazastreifen ab
Uhps. Die erste Ausgabe des Bundes der von der Fatah kontrollierten PLO (alias die palästinensische National-Charta) von 1964 erklärte in Artikel 24: „Diese Organisation übt keinerlei territoriale Souveränität über die Westbank im Haschemitischen Königreich Jordanien, im Gazastreifen oder der Region Himmah aus.“ [Hier ist die Fassung von 1968, in der das nicht mehr steht.]

Natürlich war dieser historische erste Anschlag von 1962 und die meisten (aber bei weitem nicht alle) folgenden Anschläge der Fatah und der PLO gegen israelische und jüdische Ziele gerichtet. Und das angebliche Ziel all dieser Anschläge – ein Ziel, dem inzwischen der israelische Premierminister Ehud Olmert und US-Präsident George Bush und der größte Teil der restlichen Welt – zustimmen, ist (vermeintlich) die Schaffung eines palästinensischen Staaten in ... der „Westbank“ und dem Gazastreifen“ gewesen.

Ein Palästinenserstaat ist „die wichtigste Waffe“ gegen Israel
Und wozu dient ein palästinensischer Staat in den Augen der Fatah (die derzeit vom Vorsitzenden der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, geleitet wird, der als „moderate“ Alternative hingestellt wird)?

Wenn man ihren Fest-Editorial von 2001 folgt, glaubt die Fatah, dass „eine legitime palästinensische Einheit die wichtigste Waffe bildet, die die Araber gegen Israel haben, das der Außenposten der imperialistischen Mächte ist“.

Aha! Na, DAS erklärt eine Menge...

Quellen:
Palästinensische National-Charta, Ausgabe von 1964:
http://www.un.int/palestine/PLO/PNA2.html (zuletzt angesehen am 26. Juni 2008)
“The 37th Anniversary of Launching Fateh“: http://www.fateh.net/e_editor/01/311201.htm (zuletzt angesehen am 26. Juni 2008)
Recherchiert, zusammengestellt und vorgelegt von Nissan Ratzlav-Katz.

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Die Brunnen vergiften

Hier ist wieder etwas aus der Grabbelkiste der Geschichte und wie sich das auf die derzeitigen Ereignisse auswirkt:

Im Januar 2003 berichtete WAM, die Nachrichtenagentur der Vereinigten Arabischen Emirate, dass das in den Emiraten beheimatete Zayed Centre for Coordination and Follow-Up ein Buch mit dem Titel „Israel’s Water Security“ (Israels Wasser-Sicherheit) veröffentlichte; dieses „beschäftigte sich mit dem Konflikt, der aus den israelischen Plänen und expansionistischen Entwürfen aufkam“. Das Buch versucht „die Auswirkungen dieser Pläne auf die Sicherheit der Araber zu analysieren“, berichtete WAM.

Nach dem Vermerk, dass die Wassersicherheits-Politik Israels lediglich eine Tarnung für „expansionistische Pläne“ sei, stellt die Nachrichtenagentur der Vereinigten Arabischen Emirate die Schlussfolgerung des Zayed Centre vor: „Israel leidet keine Wasserknappheit wie andere Länder in seiner Nachbarschaft. Es hofft lediglich das Problem zu eskalieren, um daraus Nutzen zu ziehen und seine Hegemonie und Kontrolle über die natürlichen Ressourcen, einschließlich des Wassers, in der Region zu rechtfertigen.“ Die einzige Antwort, schließt WAM in dieser Frage, ist „ein kollektives arabisches Handeln, um diesen Plänen entgegenzutreten.“

Was hat das mit 2008 zu tun? Ich frage mich, ob B’Tselem sich an diesem „kollektiven arabischen Handeln“ bewusst beteiligt oder nur zufällig. B’Tselem behauptete: „Der chronische Wassermangel ist zu einem großen Teil das Ergebnis der diskriminierenden Politik Israels bei der Verteilung der gemeinsamen Wasser-Ressourcen in der Westbank und den Grenzen, den Möglichkeiten der palästinensischen Autonomiebehörde zum Bohren von neuen Brunnen auferlegt.“

Es gab einmal die Verleumdung, dass die Juden die Brunnen vergifteten; heute besteht sie darin, dass die Juden die Brunnen verhindern.

Sagte ich „Verleumdung“?

Auf Israel National News wurde berichtet:

„Mekorot, die nationale Wasserversorgungsgesellschaft, stritt Vorwürfe der Gruppe B’Tselem ab, dass Israel eine diskriminierende Wasserpolitik gegenüber arabischen Dörfern in Judäa und Samaria betreibe. Die Firma berichtete, dass sie diesen Gegenden mehr Wasser zur Verfügung stellt als nach den Oslo-Vereinbarungen verlangt.
...
Mekorot sagte, es liefere 500 Millionen Kubikmeter pro Jahr in arabisch kontrollierte Gebiete von Judäa und Samaria, was 30 Prozent mehr ist als nach den derzeitigen Vereinbarungen verlangt ist. Das bedeutet, dass Israel 80 Prozent des von diesen arabisch kontrollierten Bereichen benötigten Wassers liefert. Die Nationale Wasserbehörde antwortete, dass Knappheiten in diesen Gegenden von der schlechten durch die PA gebauten Infrastruktur und örtlichen Wasserdieben herrührt.“

Und das während der Woche von Parshat Chukat, die die Rolle des Wassers für die Juden während ihres Zugs durch die Wüste Sinai betont.


Einige Informationen mehr zur Wasser-Lage in den Paläestinensergebieten findet sich auch (größtenteils auf Englisch; aber bitte in die Kommentare sehen) bei der Bloggerin Beer7: Hatte ich schon erwaehnt, dass wir ein Jahr der Duerre erleben?
In den Kommentaren wird auch auf einen sehr ausführlichen Beitrag zum Thema in einem weiteren Blog verwiesen, den man sich in Ruhe durchlesen sollte.

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Der Nazi Nasrallah

Nur, dass wir uns darüber im klaren sind: Die libanesische Strohmann-Organisation Hisbollah wird von einem Mann geführt, der einen neuen Völkermord an den Juden anstrebt. Und wenn man es immer nur zwei Juden auf einmal machen kann, dann eben auch so.

Wie üblich in dieser Rubrik werde ich den Mann für sich selbst sprechen lassen.

Im Oktober 2002 behauptete Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah während einer Ansprache bei einer Schulabschlussfeier in einem Beiruter Stadtviertel, dass die US-Politik auf zionistische Ziele hin manipuliert werde, so die Rückkehr der Juden in das Land Israel. So unglaublich das klingt, aber Nasrallah ging dann dazu über eine Beobachtung als Lob des Zionismus abzugeben.

„Wenn sie [die Juden] sich all in Israel versammeln, dann wird uns das die Mühe ersparen weltweit hinter ihnen her zu sein“, sagte er.

Ich weiß, das ist nur eine Übersetzung, aber glaube nicht, dass „hinter ihnen her sein“ in diesem Zusammenhang bedeutet „ihnen hinterzulaufen“. Ich glaube, die Übersetzung meint eher etwas wie „abstechen, erschießen und sie sprengen“. Soll heißen: Jihad.

Wie in „...dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf...“ (Koran, Sure 9 At-Tauba, Vers 5).

Und so wie in: „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen - von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten.“ (Koran, Sure 9 At-Tauba, Vers 29)

Oder wie in: “Es wird nach der Autorität von Abu Huraira berichtet, dass der Bote Allahs sagte: Mir ist befohlen worden so lange gegen Menschen zu kämpfen, so lange sie nicht erklären, dass es keinen Gott außer Allah gbit und dem, der es bekundet, wird der Schutz seines Eigentums und Lebens in meinem Namen garantiert, außer das Recht liegt in dieser Sache bei Allah.“ (Nach der Hadith-Sammlung Sahih Muslim, Kitab Al-Iman, Hadith Nr. 30; und fast identisch in den Hadithen Nr. 31-35. Hadithe sind Berichte darüber, was Mohammed tat, sagte oder gut hieß – wobei alle bindende Anweisungen für den frommen Muslim darstellen.)

Quellen:
1. Die Rede Nasrallahs wurde in der führenden englischsprachigen Zeitung des Libanon, dem Daily Star, berichtet. Die archivierte Ausgabe vom 23. Oktober 2002 findet sich hier.
2. Eine exzellente Quelle zur Studium der Texte des Koran in Englisch findet man hier (eine deutschsprachige Quelle ist hier).
3. Dieselbe Quelle bietet englischsprachige Sammlungen der Hadithe. Die zitierten Hadithe stammen von hier. [Auf Deutsch konnte ich keine Hadith-Sammlung finden; das, was dem am nächsten kommt, ist eine englische Übersetzung von Sahih Muslim in einer deutschsprachigen Seite.]

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Peace Now und Hetze

Unsere Hana Levi Julian berichtete letzte Woche: “Peace Now-Kopf zieht wegen Sabbat-Botschaft von Rabbi in den Krieg“. Es scheint so, dass Peace-Now-Generalsekretär Yariv Oppenheimer plant dem Generalstaatsanwalt eine Petition vorzulegen, in der verlangt wird, dass gegen Rabbi Yisrael Rosen Klage wegen „Hezte und Aufruf zu Mord“ erhoben wird. Der Rabbi bezeichnete Mitglieder von Peace Now als „Informanten“, die in einem auf der Torah gründenden Rechtssystem durchaus der Todesstrafe unterworfen werden könnten.

Abgesehen von der Frage der freien Meinungsäußerung, dem Recht Meinungen zu theoretischen Rechtsfragen anzubieten und dem Gesetz des Staates Israel, das für „Handlungen, die dazu vorgesehen sind Territorium aus der Staatsgewalt des Staates Israel zu entfernen“ die Totdesstrafe verlangt – abgesehen von all dem, gibt es noch Folgendes:

Der bekannte Schriftsteller Amoz Oz, einer der Gründer von Peace Now, schrieb: „Die Siedlungsbewegung ist „eine messianische Junta, isoliert und grausam, ein Haufen bewaffneter Gangster, Kriminelle gegen die Menschlichkeit, Sadisten, Pogromisten und Mörder, die aus einer dunklen Ecke des Judentums kamen... aus den Kellern der Bestialität und Verunglimpfung... um eine durstige und geistesgestörte Anbetung blutiger Herrschaft zu verursachen.“ (8. Juni 1989, Yediot Aharonot, auf Grundlage der Rede von Oz am Vorabend vor einer Menge von Peace Now-Demonstranten in Tel Aviv)

Prof. Zeev Sternhal forderte Panzer, um die jüdische Stadt Ofra zu zermahlen – als Teil eines Bürgerkriegs, der von Kräften der Antisiedlerbewegung begonnen würde (Maariv, 1988).

Wir können schlecht Peace Now für Sternhals Schwachsinn verantwortlich machen, aber ein weitere Peace Now-Veteran, der Künstler Yigal Tumarkin, sagte zu Sternhals Vorschlag: „Mein wahrer Beitrag wäre mir eine Maschinenpistole zu greifen, statt einen Füller und Bleistift, und sie zu töten.“ (Hadashot, 28. September 1988)

Ich nehme mal an, mit “sie” meint Tumarkin nicht Sternhal und seine Helfer.

Dann gibt es da noch die prominente Peace Now-Aktivistin und Knessetmitglied für die Meretz-Partei, Naomi Chazan. Auf einem Trefen der Humanist Judaism Federation im Jahr 1992 sagte sie: „Nur wenn wir Erfolg damit haben diese furchtbar schlimme Sache loszuwerden, die Übernahme unseres Lebens durch die schwarzen Teufel, können wir alles Gute im Staat aufziehen.“

Ich nehme mal an, dass sie mit „schwarze Teufel“ nicht die schwarz gekleideten Richter des Obersten Gerichtshofs meinte.

Und bis Ariel Sharon ein Auftragnehmer für einen Teil der Politik von Peace Now wurde, nannte man ihn wegen seiner Rolle als Verteidigungsminister in der Leitung des „Frieden für Galiläa“-Kriegs im Libanon 1982 einen Mörder.

Es möge mir fern liegen über Beschimpfungen zu jammern (anders als unsere Freunde bei MEND), aber vielleicht ist die neueste Drohung von Peace Now mit einer Klage einer der Fälle, wo der Topf den Tiegel „schwarzer Teufel“ nennt.

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Zwei und Zwei zusammenrechnen

Für diese Ausgabe der Ecke für Zitate und Anmerkungen gehe ich nicht allzu weit in die Geschichte zurück.

Am Samstag berichtete Tzvi Ben Gedalyahu von IsraelNationalNews.com: „Ein arabischer Terrorist stach im Shalhevet-Viertel in Yitzhar in Samaria am Sabbath auf einen neun Jahre alten Jungen ein, brannte ein leeres Haus ab und legte Feuer an einem zweiten Gebäude.“

Die üblichen Verdächtigen aus den arabischen Parteien, der Meretz und von Peace Now kreischten von „gewalttätigen Siedlern“, nachdem Einwohner von Yitzhar einen kleinen, organisierten Tumult in dem arabischen Dorf organisierten, aus dem der Angreifer angeblich kam oder wohin er flüchtete: Asira al-Kabaliya. Umgeworfene Autos, abgefeuerte Schüsse, Sachen, die in Brand gesetzt wurden. So etwas.

Einen Tag früher wurde von Hana Levi Julian berichtet: „Gewalttätige Krawalle brachen im von der PA kontrollierten Dorf Na’alin am Freitag aus, wobei zwei Grenzpolizisten leicht verwundet im Gewühl zurückblieben. Linke israelische Aktivisten, Ausländer und PA-Araber sorgen dort fast täglich für Tumulte...“

Gehen wir noch ein paar Tage in der letzten Woche zurück, den langen Weg bis Mittwoch. IsraelNationalNews.com berichtete: „Rund 100 Araber aus dem Dorf Asira al-Kabaliya bei Yitzhar in Samaria randalierten am Mittwoch gewalttätig nahe Yitzhars Viertels Shalhevet. Sie warfen Steine, fluchten und setzten Felder in Brand. Das Feuer breitete sich in die Gemeinde aus und wurde erst vor einem Haus mit einer Mutter und drei Kindern gelöscht.“

Was sagten die Typen von Meretz und Peace Now am Mittwoch über DIESE Randale in der Gegend von Yitzhar? Und am Freitag über DIE Randale in Na’alin?

Genau.

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Mickey Maus bald Mitglied von Al-Qaida?

Als Veterean der Analyse des Nahen Ostens sehe ich voraus, dass sich Ärger zwischen Saudi-Arabien, dem Iran und der Hamas zusammenbraut. Es könnte richtig böse werden, möglicherweise historisch so schwerwiegend wie die sunnitisch-schiitische Trennung. Ich fürchte um die internationale Stabilität, Freunde. Und alles wegen ein paar imaginären Mäusen.

Es scheint so, als habe Saudi-Arabien einen direkten, aggressiven und nie da gewesenen Angriff gegen die Hamas begonnen. Ich zögere sogar, das aufzubringen, aus Angst weltweit Krawalle auszulösen. Aber egal, es wird sowieso Krawalle geben...

Dank MEMRI wissen wir, dass der saudische Kleriker Mohammed al-Munajid eine Fatwa gegen Mickey Maus und Jerry ausgegeben hat. Auf Al-Majd TV sagte er am 27. August 2008:

„Nach dem islamischen Gesetz ist die Maus eine abstoßende, korrumpierende Kreatur. Wie, denken Sie, betrachten Kinder heutzutage Mäuse – nach Tom und Jerry? Selbst Kreaturen, die von Natur aus, aus der Logik und nach dem islamischen Gesetz abstoßen sind, sind zu wundervoll geworden und werden von Kindern geliebt. Selbst Mäuse. Mickey Maus ist ein beeindruckender Charakter, auch wenn nach dem islamischen Gesetz Mickey Maus in jedem Fall getötet werden sollte.“ (Das von MEMRI zur Verfügung gestellte und übersetzte Video kann hier angesehen werden: http://www.memritv.org/clip/en/1850.htm)

Wenn Sie nicht verstehen, wieso dies ein Angriff auf die männliche und islamische Ehre der Hamas sein kann, nun, dann heißt das einfach, dass Sie es nicht geschafft haben die nahöstliche Denkart zu verstehen. Also passen Sie gut auf.

Wenn Mickey Maus getötet wird, was ist dann mit Farfour? Ja, Farvour – diese von der Hamas geschaffene jihadistisch-muslimische Herrenmenschen-Maus, die von den Kindern im gesamten Gazastreifen so geliebt wird. Sehen und lesen Sie von Farfour, dem Mickey Maus-Doppelgänger, hier: http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/122365

Und wie üblich, tragen die iranischen Gelehrten unsere Diskussion einen Schritt weiter, mit überaus scharfsinniger und scharfer Analyse. Dank Professor Hasan Bolkhari wissen wir jetzt, dass die Hamas in Wirklichkeit einem jüdischen Komplott zum Opfer gefallen ist, mit der die Welt korrumpiert und Mäuse akzeptabel gemacht wird.

Prof. Bolkhari erklärte klar: „Die Juden wurden erniedrigt und ‚dreckige Mäuse’ genannt. Tom und Jerry wurde gemacht, um die Wahrnehmung der Mäuse durch die Europäer zu verändern.“ (Der Videobeweis dieses ruchlosen jüdischen Komplotts ist hier zu sehen: http://www.memritv.org/clip/en/1049.htm)

Wie wird dieser furchtbare, furchtbare Konflikt zwischen diesen rechtgläubigen muslimischen Parteien enden? Ich weiß es nicht sicher, aber seien wir ehrlich: Meistens endet das damit, dass sie sich gegenseitig über ein paar hundert Jahre hinweg einfach gegenseitig umbringen.

Also können sich ganz klar Jerry, Mickey und Farfour, wenn sie im Nahen Osten überleben sollen, nicht erlauben, dass ihre Ehre auf diese Weise besudelt wird. Ich sage die Bildung der Mausjaheddin-Brigaden innerhalb der kommenden Wochen voraus. Mit der Zeit könnten sie sich mit der Al-Qaida zusammen tun und „Al-Qaida in the Wainscoting“ (AQWA – Al-Qaida in der Holzverkleidung) werden, wild entschlossen zum heiligen Krieg für die Nagetier in aller Welt.

PS: Wenn ich so darüber nachdenke: Farfour wurde letztes Jahr von israelischen Spionen getötet. Also, Moment mal: Heißt das, dass die Juden endlich Anerkennung dafür bekommen, dass sie dem Islam eine gute Tat übten, wie sie in Saudi-Arabien praktiziert wird? Ich bin völlig verwirrt.

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Hat Sternhell einen Anschlag inspiriert?

Am Mittwochabend gab es einen Rohrbomben-Anschlag auf Prof. Zeev Sternhell im Herzen des „israelisch besetzten Jerusalem“. Der linksextremistische Professor der Hebräischen Universität wurde leicht verletzt und es gab von links und rechts Verurteilungen.

Das einzige Problem: Niemand weiß wirklich, was passiert ist. Aber ich glaube, dass ich es weiß.

Sehen Sie, die Angreifer waren Leser der Zeitung Ha’aretz und sie entschieden sich Sternhells eigenem Rat zu folgen. Er muss meines Wissens irgendwo in einem seiner Artikel geschrieben haben: „Es gibt bezüglich der Legitimität des bewaffneten Widerstands in den Gebieten selbst keinen Zweifel. Wenn die Siedler nur ein klein wenig Verstand hätten, würden sie sich in ihren Kampf auf die Linken konzentrieren...“

Uups. Moment. Entschuldigung. Ich habe da einen Artikel Sternhells aus Ha’aretz (vom 11. Mai 2001). Es scheint so, dass er tatsächlich schrieb: „Es gibt bezüglich der Legitimität des bewaffneten Widerstands in den Gebieten selbst keinen Zweifel. Wenn die Palästinenser ein klein wenig Verstand hätten, würden sie sich in ihrem Kampf auf die Siedlungen konzentrieren...“

Nun, DAS ist natürlich etwas GANZ ANDERES. Was habe ich nur gedacht?

Viel, viel ernster: Ich glaube, dass die Linke, zu der Sternhell gehört, tatsächlich arabischen Terrorismus im Dienste gewisser Ziele, denen sie zustimmt, legitimiert. Daher könnten einige auf der Rechten von der ständigen linksextreme Hetzte – Rechtfertigung aller Gewalt im Dienste hoher Ideale – überzeugt wurden und das beherzigen. Was können wir tun, wenn die Ziele und Ideale der Rechtsextremen anders aussehen als die der Linksextremen?

Also, Prof. Sternhell, wenn die, die Sie angegriffen haben, gefangen werden, können sie sich für ihre Verteidigung auf Sie als Sachverständigen berufen?

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Das Mumbai-Massaker und der Modus Operandi der Fatah

Vor kurzem kommentierte bei einem Gedankenaustausch ein europäischer Freund die offenbar intensiven Bemühungen der Medien in der EU das Massaker in Mumbai herunterzuspielen, bei dem fast 200 Menschen das Leben genommen wurde. Aber hier in Israel gab es umfassende Berichterstattung (und sie hält noch an).

Selbst abgesehen von der Tatsache, dass Juden im Chabad-Haus gezielt angegriffen wurden, gibt es einen weiteren Faktor, der unsere akute Aufmerksamkeit auf sich zieht. Was in Mumbai geschah, lässt einige von uns denken: „Das hätte Tel Aviv sein können...“ Hier das Warum (und bitte achten Sie sehr genau darauf, wer für das meiste verantwortlich ist, das hier folgt):

2. Oktober 2001: Zwei Menschen wurden getötet, als PA-Terroristen in die Stadt Alei Sinai einsickerten , das Feuer auf Einwohner eröffneten und Granaten in ihre Häuser warfen.

4. Oktober 2001: Drei Menschen wurden getötet, als ein PA-Terrorist, verkleidet als israelischer Fallschirmspringer, im Busbahnhof von Afula das Feuer eröffnete. (Übrigens beanspruchte die Fatah – ja, diese moderate Gruppe, die heute von Mahmud Abbas geführt wird – die Verantwortung für den Anschlag.)

28. Oktober 2001: Vier Menschen werden von zwei PA-„Polizisten“ ermordet, die das Feuer aus einem Fahrzeug heraus auf Fußgänger an einer überfüllten Bushaltestelle im Zentrum von Hadera eröffneten.

4. November 2001: Zwei Menschen wurden von PA-Terroristen ermordet, die das Feuer an der Kreuzung French Hill im nördlichen Jerusalem eröffneten.

27. November 2001: Wieder Afula. Zwei Menschen wurden von PA-Terroristen ermordet, die das Feuer auf eine Menschenmenge in der Nähe des Busbahnhofs eröffneten. (Die Fatah und der Islamische Jihad reklamierten diesmal gemeinsam die Verantwortung.)

17. Januar 2002: Wieder in Hadera: Sechs Menschen wurden ermordet, als ein PA-Terrorist in einen Bar-Mitzwa-Empfang stürmte und mit einem M-16-Sturmgewehr das Feuer eröffnete. (Und ja, wieder beanspruchte die Fatah die Verantwortung für den Anschlag.)

22. Januar 2002: Zwei Frauen wurden von einem PA-Terroristen erschossen, der das Feuer im Zentrum von Jerusalem eröffnete. (Raten Sie mal, wer sich dafür verantwortlich erklärte. Wenn Sie „Fatah“ sagen, gewinnen sie ein Ticket nach Oslo.)

6. Februar 2002: Miri Ohana und ihre Tochter Yael (11) wurden in ihrem Haus von einem PA-Terroristen ermordet, der in den Moschaw Hamra eingedrungen war. Auch ein IDF-Reservist wurde bei dem Anschlag getötet. (Diesmal hatte sich die Fatah mit der Hamas zusammengetan. Ist das nicht nett?)

25. Februar 2002: Ein Polizist starb, nachdem er von eine PA-Terroristen tödlich getroffen wurde, der das Feuer in einem Wohnbezirk in Nordjerusalem eröffnet hatte. (Raten Sie mal, wer’s war.)

5. März 2002: Drei Menschen wurden ermordet, als ein PA-Terrorist das Feuer mitten in Tel Aviv eröffnete. (Es wird langsam überflüssig es zu erwähnen: Ja, die Fatah beanspruchte den Anschlag für sich.)

7. März 2002: Fünf 18-jährige wurden von einem PA-Terroristen erschossen, der in die Stadt Atzmona eingesickert war. (Diesmal war es die Hamas. Fühlen Sie sich jetzt besser?)

9. März 2002: Avia Malka (9 Monate alt) und Israel Yihye (27) aus Bnei Brak wurden von zwei PA-Terroristen ermordet, die das Feuer auf Autos und Fußgänger nahe den großen Hotels der Küstenstadt Netanya eröffneten und Granaten warfen. (Wieder die Fatah.)

28. März 2002: Drei Mitglieder einer Familie wurden von einem PA-Terroristen ermordet, der in die Stadt Elon Moreh eindrang, ihr Haus betrat und das Feuer eröffnete. (War nicht die Fatah, sondern nur die Hamas.)

29. März 2002: Zwei alte Menschen wurden von einem PA-Terroristen erschossen, der in die Stadt Netzarim eingedrungen war.

27. April 2002: Ein Fünfjähriger und drei Erwachsene wurden von PA-Terroristen ermordet, die in die Stadt Adora eingesickert waren. Die Terroristen betraten mehrere Häuser und feuerten auf die Menschen, die sich in ihren Schlafzimmern befanden. (Diesmal bildete die Hamas ein Team mit der PFLP, um die unglaublich schwere Aufgabe zu erledigen hilflose Menschen in ihren Häusern zu ermorden.)

28. Mai 2002: Netanel Riachi (17) aus Kochav Ya’akov, Gilad Stiglitz (14) aus Yakor und Avraham Siton (17) aus Shilo – drei Jeschiwa-Gymnasiasten – wurden von einem PA-Terroristen in der Stadt Itamar ermordet. (Die Fatah war stolz auf ihre Tat.)

8. Juni 2002: Eyal Sorek (23), seine Frau Yael (24, im neunten Monat schwanger) und Shalom Mordechai (35) wurden von PA-Terroristen ermordet, die in die Stadt Carmei Tzur eingesickert waren. (Die Hamas bekannt sich dazu. Aber wer zählt das noch?)

20. Juni 2002: Es trifft wieder die Stadt Itamar. Rachel Shabo (40) und drei ihrer Söhne – Neria (18), Zvika (12) und Avishai (5) – sowie ihr Nachbar Yosef Twito (31), der ihnen zu Hilfe kam, wurden ermordet, als ein Terrorist ihr Haus betrat und das Feuer eröffnete. (Kindermörder der Fatah und der PFLP hatten sich dafür zusammen getan.)

10. August 2002: Eine Frau wurde von einem PA-Terroristen ermordet, der in den Moschaw Mechora eingesickert war und vor ihrem Haus das Feuer eröffnete. (Fatah. Ich frage mich, ob Abbas sich all dieser Anschläge durch seine Leute bewusst war. Was glauben Sie?)

29. Oktober 2002: Der Menschen – Orna Eshel (53), Linoy Saroussi und Hadas Turgeman (beide 14) – wurden von einem PA-Terroristen in der Stadt Hermesh ermordet. (Fatah)

10. November 2002: Revital Ohayon (34) und ihre zwei Söhne Matan (5) und Noam (4) sowie Yitzhak Dori (44) und Tirza Damari (42) wurden von einem PA-Terroristen ermordet, der in den Kibbutz Metzer einsickerte und das Feuer eröffnete. (Fatah)

28. November 2002: Sechs Menschen wurden von zwei PA-Terroristen ermordet, die in der Stadt Beit Sche’an das Feuer eröffneten und Granaten warfen. (Ja, immer noch die Fatah.)

27. Dezember 2002: Vier Jeschiwa-Schüler (17 bis 23 Jahre alt) wurden von einem PA-Terroristen ermordet, der in die Stadt Otniel einsickerte. (Diesmal war es der Islamische Jihad. Wo sind die eigentlich bis dahin gewesen? Vermutlich mit Selbstmord-Bombenanschlägen beschäftigt.)

12. Januar 2003: Ein Mensch wurde ermordet, als ein PA-Terrorist in den Moschaw Gadish eindrang und das Feuer eröffnete. (Der Islamische Jihad beanspruchte die Verantwortung für den Anschlag für sich. Also vermute ich mal, dass sie gelernt hatten das anzuwenden, was sie von der Fatah gelernt hatten.)

7. März 2003: Rabbi Eli Horowitz (52) und seine Frau Dina (50) wurden getötet und fünf weitere Personen verwundet, als PA-Terroristen, verkleidet als jüdische Beter – nach Kiryat Arba eindrangen, in ihre Häuser gingen und sie beim Sabbath-Essen ermordeten. (Diemal war’s die Hamas.)

26. September 2003: Eyal Yeberbaum (27) und das sieben Monate alte Kind Shaked Avraham wurden während ihres Rosch-Haschanah-Festessens in Negohot von einem PA-Terroristen ermordet, der in die Stadt eingedrungen war. (Der Islamische Jihad beanspruchte die Verantwortung dafür.)

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Dann vergingen vier Jahre ohne Anschläge dieser Art. Warum? Vielleicht, weil die IDF in die Orte, Städte und auf die Nebenstraßen der von der PA kontrollierten Bereiche in Judäa und Samaria zurückkehrte. Bis am...

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6. März 2008 acht Jeschiwa-Schüler der Mercaz Harav-Jeschiwa in Jerusalem ermordet wurden, als ein PA-Terroristen in die Jeschiwa eindrang und das Feuer in der Bibliothek eröffnete, in der 80 Menschen, vorwiegend Teenager, versammelt waren.

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Aber das Massaker in Mumbai erinnerte mich auch and das Massaker von Maalot, bei dem am 15. Mai 1974 22 israelische Gymnasiasten im Alter von 14 bis 16 Jahren von Mitgliedern der Demokratischen Front für die Befreiung Palästinas ermordet wurden, die in die Stadt Maalot eindrangen.

Und schließlich erinnerte Mumbai viele auf überaus schaurige Weise an den Kfar Cabad-Anschlag vor 52 Jahren. Ein arabischer Terroristen dran in die Synagoge der Stadt ein und eröffnete das Feuer auf eine Menge eingewanderter Schüler und ihre Lehrer. Er tötete fünf Kinder und einen Lehrer.

Als Antwort darauf, besagt die Legende, zog sich der Lubawitscher Rabbi, der Leiter der weltweiten Chabad-Hassidim, als er die Nachricht hörte, in sein Zimmer zurück, schloss die Tür ab und öffnete sie drei Tage lang nicht. Danach bot er seinen Jüngern die einzig mögliche Beileidsbekundung an: Behemschech habinyan tinacheimu – „Ihr werdet dadurch getröstet werden, dass ihr weiter baut.“

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Die alte Dame bei dir um die Ecke

Nur eine Erinnerung an die Klarheit, die wir heute brauchen:

Jahre vor der Balfour-Erklärung fragte ein Mitglied des britischen Oberhauses den leitenden Zionisten Chaim Weizmann: „Warum besteht ihr Juden auf Palästina, wenn es so viele unentwickelte Länder gibt, in denen ihr euch bequemer niederlassen könntet?“

Weizmann antwortete: „Das ist so, als würde ich Sie fragen, warum sie letzten Sonntag zwanzig Meilen weit fuhren, um ihre Mutter zu besuchen, wenn es so viele alte Damen gibt, die bei Ihnen in der Straße wohnen.“

Ich glaube, dass denen gegenüber eine ähnliche Antwort angebracht ist (Juden wie anderen), die fragen, warum darauf bestehen in Orten Hebron, Schechen, Gaza, den Golanhöhen zu leben – wenn es so viele angenehmere Orte gibt wie Tel Aviv, Herzliya, Netanya, Caesaria...

Vorgelegt mit der großen Hoffnung auf Rückkehr zu den einfachen Überzeugungen der frühen Jahre von Nissan Ratzlav-Katz.

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Gaddhafis Araber

Im Fahrwasser des Beginns des Hanukka-Kriegs am letzten Samstag empfahl der libysche Herrscher Muammar Ghaddafi, die Arabische Liga solle zurückziehen, was die Weltpresse ihre „Friedensinitiative“ mit Israel nennt. Nach Angaben von Ghaddafi gibt es keinen Grund für eine Initiative, wenn „Araber die einzigen sind, die nach Frieden streben“.

Erlauben Sie mit, dem Obersten Führer, Oberst Ghaddafi, zu antworten:

„Die Araber sind völlig nutzlos. Wir dürfen keine Zeit verschwenden. Die Araber sind unten durch. Morgen wird Asien große Unionen gründen; Afrika ist bereits geeint – und wo seid ihr Araber?“

Bevor jetzt B’Tselem oder Meretz mich wegen Rassismus oder Hetze anzeigen, lassen Sie mich vorbeugend zuschlagen (machen wird das überhaupt noch?), indem ich anmerke, dass die Äußerung oben nicht meine eigene ist. Oberst Ghaddafi sagte das im Oktober 2003. Hier ist noch ein wenig mehr:

„Es gibt Staaten, denen ich Unrecht tat und ich entschuldige mich dafür. Ich brachte Mauretanien, Djibuti, Somalia und die Komoren in die Arabische Liga und versuchte auch Eritrea hereinzuholen. Aber nun kann ich nicht mit Eritrea sprechen. Sehen Sie, welche Ungerechtigkeit ich ihnen zugefügt habe. Ich habe sie dazu gebracht ein gescheiterter Staat zu werden, ein gescheitertes Regime und ein gescheitertes Volk...“

Ein weiteres interessantes Detail besteht darin, dass die arabische „Friedensinitiative“, die Ghaddafi zurückziehen will, erstmals im Jahr 2002 vorgeschlagen wurde. Dann kam Ghaddafis antiarabische Hetze. Jetzt will er, dass die Juden genau diesen „nutzlosen“ und „gescheiterten Völkern“ nachgeben. Was habe ich verpasst?

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Palästina 2009

Das neue Jahr nach dem christlichen Kalender ist eine so gute Gelegenheit wie jede andere einen Überblick über die Geschichte Palästinas vom Jahr 1 bis zum Ende des Jahres 2008 heutiger Zeitrechnung zu geben.

Vom Jahr 1 bis 136 unserer Zeitrechnung kämpfte das Volk von Judäa – im modernen Deutsch „Juden“ genannt – immer wieder einmal gegen die kaiserliche Beherrschung ihren Nation durch die Römer. Die jüdische Souveränität in dem, was die Römer später in „Palästina“ umbenannten, wurde mit der Niederschlagung des Bar Kochba-Aufstandes endgültig zerstört.

Im Jahr 351 verschiebt das Römische Reich, das sich in das christlich-byzantinische Reich verwandelte, sein Zentrum in die Türkei und das Regime regiert weiterhin Judäa/Palästina.

614: Die Perser unter Chosrau II. erobern „Palästina“.
628: Die Byzantiner erobern die Region zurück.
635: Muslimische Imperialisten von der Arabischen Halbinsel erobern „Palästina“.
661: Das Omaijaden-Reich beherrscht „Palästina“ von Syrien aus.
750: Das Abbasiden-Reich in Bagdad übernimmt.
878: Ein Türke aus Ägypten erobert „Palästina“.
904: Das Abbasiden-Reich kehrt zurück.
934: Die Ägypter (zu denen irgendwann die Fatimiden gehören) übernehmen „Palästina“ vom Abbasiden-Regime.
1070: Seldschukische Türken erobern „Palästina“.
1099: Europäische Kreuzfahrer erobern Jerusalem; ihre Herrschaft geht in Teilen von „Palästina“ bis 1291 weiter.

Während der Kreuzfahrer-Herrschaft, 1187 unserer Zeitrechnung, erobert der kurdische Anführer Salah a-Din (Saladin) aus Damaskus Jerusalem und den größten Teil von „Palästina“.

Selbst die Mongolen mischten mit: 1244 inspiriert Dschingis Khan eine erfolgreiche Invasion „Palästinas“, von dem sie Teile halten, bis Mameluken-Sultane aus Ägypten die Mongolen 1260 bei Ain Jalut besiegen. 1299-1303 gab es eine weitere mongolische Invasion.

1517 übernimmt das türkisch-ottomanische Reich „Palästina“.

Von 1799 bis 1840 erlebte „Palästina“ französische und ägyptische Eroberer, bis die türkische Herrschaft wieder hergestellt wurde. Jedenfalls bis zum Ersten Weltkrieg und der endgültigen Auflösung des türkischen Reiches 1918. „Palästina“ wird vom britischen Empire übernommen.

1946 sorgen die Briten für die Gründung des Königreichs Transjordanien (später in Jordanien umbenannt), das 1922 bereits als Emirat auf 70% des „Palästina“, wie sie es erhalten hatten, etabliert wurde. Transjordanien wird einem Prinzen von der Arabischen Halbinsel übergeben.

1.948 nach unserem historischen Anfangspunkt kehrt Judäa (aus irgendwelchen Gründen immer noch „Palästina“ genannt, wie es das lange tote Römische Reich nannte) in die Hände der Juden zurück. Sie entscheiden sich ihr wiederhergestelltes Gemeinwesen „Israel“ zu nennen statt Judäa. Vielleicht, weil das Herzland Judäa erst 1967 in jüdische Hände zurückkehrte.

1994 unserer Zeitrechnung: Israel händigt Teile von „Palästina“ an die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) aus, die von einem Ägypter namens Yassir Arafat geführt wird.
2005: Israel beseitigt alle Juden aus der Region Gaza von „Palästina“ und übergibt sie an die PLO.
2006: Die vom Iran gestützte, von der ägyptischen Muslimbruderschaft inspirierte Hamas nimmt der PLO „Palästinas“ Region Gaza ab.

Das ist es, mehr oder weniger. Ich denke, es gibt drei wichtige Punkte in dieser Zeitleiste:

a) Es gab niemals irgendwo eine souveräne politische Einheit oder ein Regime, das man als „Palästina“ kennt;

b) die Juden waren die einzigen Herrscher in der gesamten Litanei oben, für die das Land Israel („Palästina“) auch ihre einzige nationale Heimat war;

c) der Hauptgrund, dass derzeit Araber in „Palästina“ residieren, ist der, dass arabische Imperialisten dort einfielen und eine „kriegerische Besatzung Palästinas“ (wie es heute genannt werden mag) Anfang des siebten Jahrhunderts gründeten.

Aber bemühen Sie sich nicht ihren selbst ernannten „antizionistischen“ Bekannten das zu zeigen. Ihre Standard-Antwort ist: Das spielt keine Rolle, nichts davon – was das Erwachsenen-Äquivalent ist, dass man die Finger in die Ohren steckt und sagt: „Na-na-na, ich hör’ dich nicht!“

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„Stirb oder nimm den Islam an“

Religiöse Juden sind, denke ich, in einer guten Position, um islamische Gelehrsamkeit zum Text des Koran zu verstehen. Einiges davon erinnert an jüdischen Kommentarstil. Kommentare zum Koran werden tafsir genannt und der wichtigste tafsir ist der von Ibn Kathir. So in etwas wie „Der Raschi“ der Koran-Exegese – aber weit maßgebender.

Lassen Sie mich damit im Hinterkopf einige Koranverse samt ihrem tafsir von Ibn Kathir betrachten.

Im Koran heißt es in At-Tauba, Verse 29-30:
[29]Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen - von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten. [30] Und die Juden sagen, Esra sei Allahs Sohn, und die Christen sagen, der Messias sei Allahs Sohn. Das ist das Wort aus ihrem Mund. Sie ahmen die Rede derer nach, die vordem ungläubig waren. Allahs Fluch über sie! Wie sind sie (doch) irregeleitet!

Ibn Kathir kommentiert: „Dieser ehrenhafte Vers (29) wurde mit dem Befehl offenbart die Völker des Buches zu bekämpfen, nachdem die Heiden besiegt waren, die Menschen in großer Zahl in Allahs Religion eintraten und die Arabische Halbinsel sich sicher unter der Kontrolle der Muslime befand. Allah befahl Seinem Botschafter die Völker der Schriften, die Juden und Christen, im neunten Jahr der Hedschra [HE: auch Hidschra, Hijra – die „Auswanderung“ Mohammeds nach Medina] zu bekämpfen und er bereitete seine Armee vor die Römer zu bekämpfen und rief die Menschen zum Jihad, womit er seine Absicht und sein Ziel verkündete.“

Im Koran heißt es in At-Tauba, Vers 5:
“Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf. Wenn sie aber bereuen und das Gebet verrichten und die Zakah entrichten, dann gebt ihnen den Weg frei. Wahrlich, Allah ist Allvergebend, Barmherzig; und wenn einer der Götzendiener bei dir Schutz sucht, dann gewähre ihm Schutz, bis er Allahs Worte vernehmen kann; hierauf lasse ihn den Ort seiner Sicherheit erreichen. Dies (soll so sein), weil sie ein unwissendes Volk sind.“

Ibn Kathir erklärt: „Tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet“ bedeutet „überall auf der Erde... einige hinrichten und einige als Gefangene behalten.“ Die Ermahnung durch den Koran „belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf“ besagt: „Wartet nicht, bis ihr sie findet. Sondern sucht sie und belagert sie in ihren Regionen und Festungen, sammelt Informationen über sie auf verschiedene Wege und in guten Zeiten, damit, was weit gemacht ist für sie immer schmaler aussieht. Auf diese Weise werden sie keine Chance haben als zu sterben oder den Islam anzunehmen“, gibt Ibn Kathir an.

Und dann klärt Ibn Kathir unser Verständnis des Islam weiter auf: „Diese Verse erlaubten die Bekämpfung von anderen, außer und bis sie den Islam annehmen und seine Herrschaft und Verpflichtungen einführen.“ Aber Ibn Kathir verlässt sich nicht nur auf seine eigene Interpretation; er zitiert den islamischem Propheten Mohammed, wie er im am stärksten akzeptierten Hadith-Buch (Hadithe sind die islamische Sammlung der Anweisungen Mohammeds und seines persönlichen Vorbildshandelns): „Ibn Umar sagte, dass der Boschafter Allahs sagte: ‚Mir ist befohlen worden die Völker zu bekämpfen, bis sie bezeugen, dass es keine anbetenswerte Gottheit außer Allah gibt und dass Mohammed der Botschafter Allahs ist, das Gebet eingeführt und die Armensteuer gezahlt ist.’“

Ibn Kathir sagt, Sure 9,5 werde „Der Vers des Schwertes“ genannt und dass sie „jede Friedens-Vereinbarung zwischen dem Propheten und jeglichem Götzendiener, jeder Vertrag und jede Laufzeit außer Kraft setzte.“ Er zitiert aus anderen Teilen der Hadithe, die besagen: „Kein Götzendiener verfügte jemals mehr über Verträge, Versprechen oder Sicherheit, seitdem [dieser Vers] offenbart wurde.“

Wenn man all das im Gedächtnis behält, dazu die Tatsache, dass die Hamas eine fundamental-islamische Bewegung ist, deren Mitglieder den Koran als ihre Verfassung betrachten, dann stellen sich einige einfache Fragen ganz von selbst:

Wer, der bei klarem Verstand ist, würde irgendeine Vereinbarung, egal welcher Art, mit wem auch immer von denen abschließen?

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Mit dem Islam im Krieg? (Teil 1)

Ich widme diesen Eintrag der Ecke für Fragen und Anmerkungen den Professoren Aumann und Avineri – vielleicht besonders Prof. Avineri – angesichts ihrer jüngsten Äußerungen auf der Jerusalem-Konferenz zum „Zusammenstoß der Zivilisationen“.

Erstens: Ich kann nicht anders als auf den früheren Eintrag „Stirb oder nimm den Islam an“ zurückzugreifen. Es war eine ziemlich globale Äußerung über die Absichten des ersten islamischen Führers, Mohammed („Mir wurde geboten das Volk zu bekämpfen, bis es bezeugt, dass es keine andere anbetungswürdige Gottheit gibt außer Allah und dass Mohammed der Botschafter Allahs ist...“ und dass das erste islamische Buch, der Koran („Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben...“).

Nun möchte ich mir die akzeptiertesten islamischen Texte für besondere Führung zum Status der Juden und der muslimischen Haltung in der Beziehung zu ihnen zuwenden.

Das Folgende steht im Koran (Sure 9,29): „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen - von denen, die die Schrift erhalten haben...“

Der maßgebende Kommentar von Ibn Kathir erklärt: „Diese ehrenhaften Verse wurden mit dem Befehl offenbart die Völker des Buches zu bekämpfen, nachdem die Heiden besiegt wurden traten die Menschen in großer Zahl der Religion Allahs bei und auf der Arabischen Halbinsel wurde die Herrschaft der Muslime sichergestellt. Allah befahl Seinem Botschafter im neunten Jahr der Hidschrah die Völker der Schriften, die Juden und Christen zu bekämpfen und er bereitete seine Armee darauf for die Römer zu bekämpfen und rief das Volk zum Jihad, verkündete seine Absicht und sein Ziel...“

Der Koran geht in Sure 9,29 weiter: „bis sie eigenhändig den Tribut entrichten“; was Ibn Kathir kommentiert: „Wenn sie sich nicht entscheiden den Islam anzunehmen.“

Koran, Sure 9,29: „in voller Unterwerfung“ – Ibn Kathir: „In Niederlage und Unterwürfigkeit.“

Koran, Sure 9,29: „und sich unterworfen fühlen.“ – Ibn Kathir: „Geschändet, erniedrigt und herabgesetzt. Daher ist es Muslimen nicht erlaubt andere Dhimmi-Völker zu ehren oder sie über Muslime zu erheben, denn sie sind schauderhaft, schändlich und erniedrigt.“

Die nächste zu untersuchende Quelle ist natürlich, wie jeder, der ein wenig vom Islam weiß, die Hadithe:

Sahi Bukhari, Band 4, Buch 53, Nr. 392:

„Berichtet von Abu Huraira: Während wir in der Moschee waren, kam der Prophet heraus und sagte: ‚Lasst uns zu den Juden gehen.‘ Wir gingen hinaus, bis wir Bait-u-Midras [beit hamidrash – ‚den Studiersaal‘?- NRK] erreichten. Er sagte ihnen: ‚Wenn ihr den Islam annehmt, werdet ich sicher sein. Ihr solltet wissen, dass die Erde Allah und Seinem Apostel gehört und ich will euch aus diesem Land jagen. Wenn als irgendeiner unter euch Besitz hat, ist es ihm erlaubt diesen zu verkaufen; ansonsten solltet ihr wissen, dass die Erde Allah und Seinem Apostel gehört.‘“

Abgesehen von dem interessanten Aspekt der Geschichte, dass Mohammed zum beit hamidrash ging, um dort die Juden aufzusuchen – ungefähr so etwas Ähnliches wie dieser muslimische Terrorist, der vor nicht allzu langer Zeit in Jerusalem acht Schüler in einer Seminar-Bibliothek ermordete – sollten wir etwas von allgemeinerem Interesse beachten: Das die Erde Allah gehört, kann ich verstehen, wenn wir akzeptieren, dass „Allah“ nur ein Wort für „Gott“ ist. Sicher, im Monotheismus gehört letztlich alles Gott.

Aber: „Die Erde gehört Allah UND seinem Apostel?“ Die ganze Erde gehört Allah und Mohammed? Im Islam ist das offenbar so.

Wenn daher Mohammed sagt: „Ich will dich aus diesem Land vertreiben“ - nun, es gehört ihm ja ohnehin. Also nehme ich an, dass es dadurch zu Recht wird. Es erklärt auch die Jizya ziemlich gut. Die Juden (und Christen) habe für das Recht zu zahlen, irgendwo in Allahs und Mohammeds Revier zu bleiben oder sie können sich der Gang anschließen und selbst anfangen ihren Teil des Schutzgeldes einzusammeln.

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Mit dem Islam im Krieg? (Teil 2)

Beim Betrachten der Frage, ob der Islam sich mit Israel in einem „Zusammenstoß der Zivilisationen“ befindet oder nicht, ist Sirat Rasoul-Allah, eine von Ibn Ishaq zusammengestellte Mohammed-Biographie (frühes 8. Jahrhundert unserer Zeitrechnung) eine Schlüsselquelle, die ebenfalls als höchst maßgebend für das Verständnis des Islam und seines Gründers behandelt wird.

In diesem Bericht über den Feldzug Mohammeds gegen die Juden findet sich die Geschichte von Safiya:

„Der Apostel besetzt die jüdischen Festungen eine nach der anderen und nahm dabei Gefangene. Unter diesen befanden sich Safiya, die Ehefrau von Kinana, dem Stammesführer der Khaybar, und zwei Kusinen; der Apostel wählte Safiya für sich selbst. Die anderen Gefangenen wurden unter den Muslimen verteilt.“

Was wurde aus Kinana, dem Bräutigam Safiyas?

Kinana, der Mann Safiyas, war der Wächter der Schätze des Stammes und er wurde vor den Apostel gebracht, der ihn frage, wo die Schätze verborgen waren. Aber Kinana lehnte es ab den Ort zu offenbaren. Dann kam ein Jude, der sagte: ‚Ich habe Kinana jeden Morgen um eine bestimmte Ruine herumgehen sehen.‘ Der Apostel fragte Kinana: ‚Bist du bereit zu sterben, wenn wir feststellen, dass du wusstest, wo der Schatz war?‘ Und er antwortete: ‚Ja.‘ Also befahl der Apostel die Ruine umzugraben und ein Teil des Schatzes wurde gefunden. Danach wurde Kinana wieder zum Rest befragt, aber er lehnte es weiter ab etwas zu sagen. Der Apostel händigte ihn al-Zubayr aus und sagte: „Foltere ihn, bis er sagt, was er weiß“, und al-Zubayr entzündete ein Feuer auf seiner Brust, so dass er beinahe sein Leben aushauchte, dann gab der Apostel ihn Mohammed b. Maslama, der ihm den Kopf abschlug.“

Danach überrascht es wenig, wenn Ibn Ishaq uns erzählt:

„Als die Leute von Fadak, einer nahe gelegenen jüdischen Stadt, hörten, was statt fand, schickten sie Emissäre zum Apostel, um ihn zu bitten sie zu verschonen und sie würden ihm all ihren Besitz überlassen. Er stimmte zu.

Dieses nette Arrangement beschreibt Ibn Ishaq, indem er sagt: „Die Leute von Fadak schlossen Frieden [mit Mohammed]...“ In dieser Version von „Frieden“ gehörte das Eigentum der Leute von Fadak „dem Apostel Allahs, weil er es ohne die Hilfe von Kavallerie oder Kamele erobert hatte“.

Ein weiterer „jüdischer Stamm bat, dass der Apostel ihr Blut nicht vergieße, sondern ihnen erlaube so viel von ihrem Eigentum fortzutragen, wie ihre Kamele tragen konnten. Er willigte ein und sie luden so viel von ihrem Besitz auf ihre Kamele, wie sie konnten, sogar ihre Häuser rissen sie ab, damit sie die die Balken fortbringen konnte. Dann gingen sie mit ihren Frauen, Kindern und allen Haushaltsgütern, begleitet von ihren Trommeln, Flöten und Sängern. Den Rest ließen sie für den Apostel Allahs zurück.“

Ibn Ishaqs Bericht über die Diskussion eines jüdischen Stammes, der von Mohammed und seinem Aufgebot belagert wurde, zielt zwar schlicht darauf ab islamische Bekenntnisse zu bestätigen, aber ein oder zwei Sätze klingen wahr. Als Reaktion auf den Vorschlag, dass sie den Islam annehmen, sollen die Juden der Banu Qureish gesagt haben: „Wir werden die Gebote er Torah niemals aufgeben, sie auch nicht mit anderen ersetzen.“ Zweitens: Beim Nachdenken über das Schicksal ihrer Kinder schlug ihr Anführer für den Fall, dass sie es nicht schaffen die Muslime zu besiegen, vor, dass sie diese selbst töten und sagte: „Wenn wir untergehen, dann werden wir untergehen, ohne Waisen zu hinterlassen, die Böses erleiden werden.“

Ihre Diskussion half nicht, denn nach Angaben von Ibn Ishaq war die Entscheidung – getroffen „...nach dem Willen Allahs über den sieben Firmamenten“, wie Mohammed es ausdrückte – der Tod, selbst nachdem sie sich ergaben.

„Der Apostel Allahs nahme die Qureish in Medina gefangen, während auf dem Marktplatz Gräben ausgehoben wurden. Dann sandte er nach den Männern und ließ ihnen die Köpfe abschlagen, so dass sie in die Gräben fielen. Sie wurden in Gruppen gebracht und unter ihnen war Kab, der Stammeschef. An Zahl waren sie sechs- oder siebenhundert, auch wenn einige sagen, es seien acht- oder neunhundert gewesen. Alle wurden hingerichtet. Ein Mann wandte sich zu seinen Leuten und sagte: ‚Es ist egal! Nach Gottes Willen war den Kindern Israels dieses Massaker bestimmt!‘ Dann setzte er sich und sein Kopf wurde abgeschlagen.“

Nur eine jüdische Frau wurde ermordet, anstatt als Sklavin genommen zu werden. Und Mohammeds Frau Aischa berichtete über sie, sie „redete und lachte“ mit „gutem Humor“. Vielleicht war es besser zu sterben, als Sklavin der Muslime zu werden oder vielleicht lachte die Frau, wie Ibn Ishaq schrieb: „Sie war die Frau, die einen Mühlstein von der Festung der Qureish warf und einen Gläubigen tötete.“

Wie auch immer, lag diese heldenhafte jüdische Frau mit dem Islam im Krieg? Oder war vielleicht der Islam mit ihr im Krieg, schon bevor Mohammed und seine Gang an der Festung der Qureish ankam?

Nun ein wenig Theologie aus den Hadithen, Sahih Muslim, Buch 041 Nr. 6985, um das Bild abzurunden:

„Abu Huraira berichtete, dass Allahs Botschafter (möge Friede über ihm sein) sagte: Die letzte Stunde wird nicht kommen, außer die Muslime bekämpfen die Juden und die Muslime töten sie, bis der Jude sich hinter einem Fels oder einem Baum versteckt und der Fels oder der Baum sagen wird: Muslime, oh Diener Allahs, da ist ein Jude hinter mir; komm und töte ihn; aber die drei Gharquad werden nichts sagen, denn es ist der Baum der Juden.“

Für den Fall, dass jemand immer noch versucht all das Vorgelegte als irrelevant für den modernen Kampf Israels mit seinen muslimischen Nachbarn zurückzuweisen, sollten wir herausstellen, dass dieser zuletzt zitierte Hadith als Leitprinzip in der Satzung der Hamas auftaucht.

Also noch einmal: Führt Israel einen Krieg gegen den Islam? Nun, ich weiß nicht, aber sollte lieber vorbereitet sein sich gegen ihn zu verteidigen.

Und zum Abschluss eine weitere islamische Erzählung über eine weitere jüdische Frau asu dem Stamm Safiyas, die in Mohammeds Klauen geriet: Zaynab. Sie versuchte den „Apostel Allahs“ zu vergiften und wurde entdeckt. Gefragt, warum sie das tat, antwortete Zaynab: „Es ist dir nicht verborgen, was mein Volk für dich empfindet.“

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Eine Nation, die Blut trinkt

Ein Fernsehsender, der von der jihadistischen Hamas-Bewegung – was natürlich die Gaza-Hälfte der palästinensischen Autonomie bedeutet – betrieben wird, strahlte kürzlich ein Anspiel aus, zu dem ein krudes Porträt eines offenen, antisemitischen Ritualmord-Vorwurfs gehörte.

Die Sendung vom 3. April 2009 lief ungefähr so ab (wie Palestinian Media Watch berichtet):

[Ein Vater spricht zu seinem Sohn]: Vater: „Wir Juden hassen die Muslime, wir wollen die Muslime töten, wir Juden wollen das Blut der Muslime und Araber trinken.“

[Wendet sich ans Publikum:] „Seid ihr Muslime und Araber? Ich hasse euch, um Gott zu gefallen.“ [imitiert jüdisches Gebet]

Der Rest ist mehr davon, bis zum Erbrechen.

Die Islamisten brauchen ausnahmslos Schauspieler, wenn sie sie einige imaginäre jüdische Wünsche muslimisches (oder christliches) Blut zu trinken darstellen wollen. Da war dieses Hamas-Schauspiel, syrische und ägyptische Telenovelas, PA-Musikvideos, iranisches Kinderfernsehen und mehr.

Was mich angeht: Ich kann es mir nicht leisten Schauspieler zu bezahlen, also muss ich mich mit Adham Ahmad Hujyla Abu Jandal begnügen. Bevor er sich aufmachte, um am 7. Dezember 2004 einen Selbstmordanschlag zu verüben, nahm Abu Jandal ein „Abschiedsvideo“ auf, in dem er sagte:

„Meine Botschaft an die verabscheuten Juden ist, das es keinen Gott gibt außer Allah. Wir werden euch überall jagen. Wir sind eine Nation, die Blut trinkt; und wir wissen, dass es kein besseres Blut gibt als das Blut von Juden. Wir werden euch nicht in Ruhe lassen, bis wir unseren Durst mit eurem Blut und den Durst unserer Kinder mit eurem Blut gestillt haben.“

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Übersetzung aus dem Englischen: H.Eiteneier